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Die persische Kunst des Teppichknüpfens

Die persische Kunst des Teppichknüpfens ist jahrtausendealt. So erwähnte bereits um 900-800 v. Chr. Homer Teppiche aus Wolle, das älteste erhaltene Exemplar stammt aus dem 5. Jahrundert v. Chr., hergestellt vermutlich von Nomaden. Da sich deren Leben in Zelten und damit auf dem Erdboden abspielte, nutzten Sie Teppiche zum Wärmen in der kalten Jahreszeit. Als Rohstoff diente die Wolle der Schafe und Kamele, aber auch aus Fasern der Ziegen- und Rinderhaare wurde der Flor hergestellt.

Teppichherstellung war zunächst reine Frauenarbeit. Sie sponnen und färbten die Wolle und knüpften sie anschließend kunstvoll. Mustervorlagen gab es dabei nicht, vielmehr wurden Stammeszeichen und Symbole mit magischer oder religiöser Bedeutung integriert.

Die Blütezeit erlebte die persische Teppichkunst mit der Safawidendynastie von 1501 bis 1722. In Tabriz, Isfahan und Kâshân richteten Sie Hofmanufakturen (Kâr-khâne) ein. Während dieser Zeit vollzog sich eine Revolution in der Mustergestaltung. Bis ins 15. Jahrhundert wurden ausschließlich geometrische Motive verarbeitet. Nun jedoch traten immer mehr pflanzliche Motive und schwungvolle Arabesken auf. Inspiriert wurden sie dabei von der verbreiteten Miniaturmalerei.

Entwurf und Ausführung der Arbeiten wurden ab jetzt getrennt behandelt. Die neuen komplizierten Muster konnten nicht mehr aus dem Gedächtnis geknüpft werden, eine Vorlage wurde angefertigt. Die Verwendung von Seide trug ebenso zur Verfeinerung der Muster bei. So entstanden Tier-, Garten-, und Bilderteppiche, welche teilweise die Sehnsucht nach einer paradiesischen Landschaft widergaben.

Besondere Bedeutung kommt dem Gebetsteppich zu. Muslime dürfen ihr Gebet nicht auf dem Erdboden verrichten. Motive dieser Teppiche sind meistens Mosceenlampen, Waschkrüge oder stilisierte Gebetsnischen (Mihrab).

Die Bestimmung von Herkunft und Qualität eines Teppichs ist für Laien kaum möglich. Ab Mitte des 18. Jahrhunderts wird nach Orten und Motiven unterschieden. Die Qualität bemißt sich vor allem in der Anzahl seiner Knoten pro m². Besonders wertvolle Teppiche können pro m² bis zu 1,3 Millionen Knoten haben. Wenn man bedenkt, dass eine erfahrene Knüpferin am Tag maximal 6000 Knoten schafft, erklärt sich auch der enorme Preis für solch ein Kunstwerk. Die Stadt Nâ'in gilt heute als Stadt, wo die feinsten und qualitativ hochwertigsten Teppiche produziert werden.

Kelims

Die Kelims sind Webteppiche und wurden bereits viel früher hergestellt als Knüpfteppiche. Man vermutet, dass die ersten Exemplare bereits im 6. Jahrtausend v. Chr. gewebt wurden. Dabei wurde Schafwolle, Ziegen- und Kamelhaar sowie Baumwolle und Seide verarbeitet. Kelims weisen kräftige und leuchtende Farben auf, mit vielfältigen Motiven und Mustern.

Ein Kelim ist ein gewebter Teppich oder Wandbehang, dessen Besonderheit darin besteht, dass der Schussfaden auf beiden Seiten des Kelims das Muster bildet, das heißt, dass er, ähnlich der europäischen Bildwirkerei, nicht mit durchgezogenem Schussfaden gewoben wird. Diese Art der Herstellung ist insbesondere im Kaukasusgebiet, Iran, Kleinasien und auf dem Balkan beheimatet. (Quelle: Wikipedia)

Iranisches Teppichmuseum

Das Iranische Teppichmuseum, neben dem Laleh-Park in Teheran gelegen, zeigt Perserteppiche aus dem Iran vom 17. Jahrhundert bis heute. Einer der ältesten und wichtigsten Teppiche, der in diesem Museum ausgestellt ist, stammt aus der Safawidenzeit und wird "Sangeshku"-Teppich genannt. Weiterhin sind sieben Tierteppiche zu sehen, der "Sheikh Safieddin Ardebili"-Teppich, Gartenteppiche sowie Polenteppiche, das sind einige der kostbarsten Teppiche, die zu diesem Museum gehören. (Quelle: Wikipedia)

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