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Teheran - das politische und wirtschaftliche Zentrum

Hauptstadt und Millionenmetropole
Die Hauptstadt Irans liegt in der gleichnamigen Provinz im Norden des Landes. Sie schmiegt sich an die Hänge des Elburz-Gebirges, zu Füßen des etwa 80 km weiter nordöstlich gelegenen 5670 m hohen Damavand; nach Norden hin begrenzen die Abhänge des fast 4000 m hohen Berges Towchal das Stadtareal, das eine Fläche von etwa 600 km² umfaßt.

Bedingt durch die Hanglage gibt es in Teheran erhebliche Höhenunterschiede. Die südlichen Stadtteile grenzen an die Salzwüste Dasht-e Kavir und liegen auf einer Höhe von 1000 m über dem Meeresspiegel, das Stadtzentrum bei etwa 1100-1200 m und die nördlichen Vororte bei rund 1700 m. Im Süden der Stadt, wo die ärmere Bevölkerung lebt, herrscht daher ein merklich heißeres Klima als im Norden. Deshalb waren die nördlichen Bezirke immer das bevorzugte Wohngebiet der Wohlhabenden und der Teil der Stadt, in dem bevorzugt Regierungsgebäude und Botschaften errichtet wurden.

Teheran - das politische und wirtschaftliche Zentrum
Teheran - das politische und wirtschaftliche Zentrum

Zwei Flüsse versorgen die Großstadt mit Wasser - der Karadj im Westen der Teheran-Ebene und der Diadirud, der östlich an Teheran vorbeifließt. An beiden wurden in den letzten Jahrzehnten Staudämme errichtet. Neben nahezu allen größeren Straßen und Alleen verlaufen offene Kanäle, djub genannt, in die frisches Wasser aus den Bergen geleitet wird. Auch das Trinkwasser in den Leitungen stammt direkt aus Gebirgsquellen und ist von daher auch unabgekocht trinkbar und durchaus schmackhaft.

Da Teheran als Hauptstadt die meisten Erwerbs- und die vielfältigsten Lebensmöglichkeiten bietet, siedeln sich immer mehr Menschen aus dem ganzen Land hier an. Während um 1800 nur etwa 15 000 Menschen in Teheran lebten, Mitte des 19. Jh. bereits 120 000 und in den 30er Jahren des 20. Jh. etwa eine Viertelmillion, ergab die letzte Volkszählung 1997 eine Einwohnerzahl von knapp 10 Millionen. Wie in allen großflächigen Metropolen der Welt liegt auch über Teheran fast das ganze Jahr ein dichter Smog der häufig den Blick auf das Gebirge verhängt.

Die Geschichte Teherans

Sowohl die älteste inschriftliche Erwähnung Teherans aus dem Jahr 942 als auch Beschreibungen aus dem 13. und 14. Jh. berichten von einer Ansiedlung mit Obstgärten und reinem Wasser nördlich der Stadt Ray. Die Bewohner des Ortes hatten ihre Behausungen unter der Erde in Gängen und Höhlen eingerichtet, und es hieß, sie seien rebellische Straßenräuber. Als die Mongolen im Jahr 1220 die seldjukische Residenzstadt Ray zerstörten, flohen zahlreiche Bewohner Rays in das unterirdische Dorf und verbargen sich dort.

Während der Herrschaft der Safawiden-Dynastie wuchs Teheran zu einer Stadt heran. Tahmasp 1. (1524-1576) schuf eine mit einer Befestigungsmauer aus Lehmziegeln umgebene, bleibende Siedlung mit einer ummauerten Zitadelle, dem späteren Golestan-Palastgelände am Meydan-e Arg (heute Panzdah-e Khordad), und angrenzend einem Bazar, der heute noch an derselben Stelle zu finden ist.

Das von der Stadtmauer eingefaßte Gebiet reichte im Norden bis zur heutigen Khiaban-e Imam Khomeyni und der Khiaban-e Amir Kabir, im Süden bis zur Khiaban-e Molawi, im Westen bis zur Vahdat-e Islami-Straße und im Osten bis zur Khiaban-e Ray. Die moderne Führung der Amir Kabir-Straße und der Ray-Straße folgt der älteren Stadtmauer. Unter dem Safawiden Shah Abbas (1588-1629), der Teheran teilweise als Residenz nutzte, kamen innerhalb dieses Stadtgebiets breite Straßen und Alleen hinzu.

Auch Karim Khan Zand residierte von 1758 an zeitweilig in Teheran. Er ordnete den Bau eines Palastes an und ließ, wegen der Bedrohung der sich im Norden sammelnden Qadjarenstämme, die Befestigungsmauer verstärken. Zunächst konnte er militärische Erfolge gegen die Qadjaren erzielen, er tötete ihren Anführer und nahm dessen Sohn Agha Mohammad Khan als Geisel. Trotzdem verlegte er, wohl aus Sicherheitsgründen, danach seine Residenz zurück nach Shiraz, und seine Palastanlage in Teheran blieb, bis auf den privaten Wohnpalast, den Karim Khan-e Khalvat, unvollendet.

Nach Karim Khans Tod im Jahr 1779 befreite sich Agha Mohammad Khan und riß mit Hilfe seiner Qadjarenstämme die Herrschaft an sich. Er machte 1789 Teheran zu seiner Residenz und ließ sich hier 1795 zum Shah krönen. Während von Agha Mohammad Khan, dem Gründer der Qadjaren-Dynastie, keine größeren Bauten überliefert sind, blieben von seinem Nachfolger Fath Ali Shah (1797-1834), der Moscheen, Medressen und Paläste errichten ließ, bis heute einige Bauwerke, u. a. die Imam Khomeyni-Moschee und der Golestan-Palast, erhalten.

Er ließ auch die Stadtmauer teilweise restaurieren und ihre sechs Tore mit Fliesenmosaiken schmücken. Etwa 200 m westlich des heutigen Meydan-e Imam Khomeyni, an den sich im 19. Jh. noch die nördlichen Bezirke des Golestan-Palast-geländes anschlossen, ist das einzige dieser historischen Stadttore erhalten. Das ehemalige Dowlat-Tor trägt heute den Namen Bagh-e Meli-Tor.

Unter der Regierung Nasir al-Din Shahs (1848-1896), der von seinen Europareisen neue Ideen für die Stadtplanung mitbrachte, brach für Teheran eine neue Zeit an. Um die Stadt, die 1857 noch immer die gleiche Fläche umfaßte wie zu safawidischer Zeit, nach seinen Plänen erweitern zu können, ließ Nasir al-Din Shah die safawidische Befestigungsmauer einreißen. Zwischen 1868 und 1874 entstand eine neue Mauer mit 12 Toren und einer Gesamtlänge von 16 km, die ein fünfmal größeres Stadtgebiet als zuvor umfaßte.

Sein historisches Gesicht verlor Teheran jedoch erst in den 30er Jahren des 20. Jahrhunderts unter Shah Reza Pahlavi, der viele alte Viertel mit Lehmziegelbauten, einschließlich der qadjarischen Altstadt, einebnen ließ, um sie durch Neubauten zu ersetzen. Die Stadtmauer Nasir al-Din Shahs wurde mit allen ihren Toren vollständig abgerissen und ein neues, geometrisches Straßennetz angelegt. Mohammad Reza Shah begann während der 60er und 70er Jahre damit, die Stadt mit Autobahnen zu durchziehen, deren Bau zwar für die riesige Metropole unabdingbar war, aber auch viele Grünflächen zerstörte.

In den letzten Jahren entstanden jedoch wieder großflächige neue Anlagen und Parks, so daß Teheran heute noch zu den grünsten Großstädten der Welt gehört.

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