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Perserkriege

Auslöser der Perserkriege war der gegen die persische Herrschaft gerichtete Aufstand der griechischen Städte in Kleinasien, der Ionische Aufstand (500-494 v. Chr.), der seitens des griechischen Mutterlandes von Athen und Eretria (auf Euböa) unterstützt und von den Persern schließlich blutig niedergeworfen worden war.

Perserkriege
Perserkriege

Zur Sicherung ihrer Herrschaft über die kleinasiatischen Griechenstädte sowie ihres Weltreiches überhaupt schien es den Persern unter Dareios I. nach dem Ionischen Aufstand unverzichtbar, auch Griechenland selbst zu unterwerfen; zudem konnten sie das Eingreifen Athens und Eretrias in Kleinasien nicht ohne Gegenreaktion hinnehmen.

In Athen auf der anderen Seite hatte sich nach dem fehlgeschlagenen Eingreifen in Kleinasien zunächst eine perserfreundliche, auf eine Versöhnung mit den Persern ausgerichtete Partei durchgesetzt; erst Themistokles, 493 v. Chr. Archon in Athen, konnte die Athener von der drohenden Gefahr eines persischen Angriffs überzeugen und sie zu Gegenmaßnahmen veranlassen.

492 v. Chr. unternahmen die Perser unter Mardonios, dem Schwiegersohn des Dareios, einen ersten Zug über den Hellespont und weiter zur See und zu Lande entlang der Nordküste der Ägäis in Richtung Griechenland.

Diese Expedition scheiterte jedoch bald: Ein Großteil der persichen Flotte wurde vor dem Berg Athos durch einen Sturm vernichtet, und das persische Landheer erlitt in Thrakien schwere Verluste; dennoch konnten die Perser zumindest ihre Herrschaft in Thrakien festigen. 490 v. Chr. entsandte Dareios eine weiteres Heer nach Griechenland, diesmal direkt über die Ägäis und unter der Führung des medischen Feldherrn Datis und des Artaphernes, eines Neffen des Dareios.

Die Perser nahmen zunächst Eretria und landeten dann in Attika. Die Athener unter Miltiades zogen ihnen nach Marathon entgegen, besiegten mit ihren Hoplitenphalangen die leichten persischen Truppen, drängten sie auf ihre Schiffe zurück und zwangen sie zum Rückzug nach Persien. In der Folge verklärten die Athener ihren Sieg, den sie im Wesentlichen allein erfochten hatten, als Errettung Griechenlands vor der persischen Oberhoheit.

In Persien forcierte nun Dareios und nach dessen Tod 486 v. Chr. sein Sohn und Nachfolger Xerxes I. die Rüstungsanstrengungen; u. a. wurde eine Pontonbrücke über den Hellespont errichtet und ein Kanal durch die Athoshalbinsel gegraben. In Reaktion darauf rüstete Athen – wiederum auf Drängen des Themistokles – ab 483/482 v. Chr. seine Flotte gewaltig auf; innerhalb kurzer Zeit wurde Athen so zur bedeutendsten Seemacht in Griechenland. 481 v. Chr. schlossen sich zudem der Peloponnesische Bund, Athen sowie einige andere Städte unter der Führung Spartas zu einem Bund (Symmachie) gegen die Perser zusammen.

480 v. Chr. stießen die Perser unter der persönlichen Führung ihres Königs Xerxes nach Griechenland vor, diesmal wieder zu Land und zur See entlang der Ägäis-Küste. Eine griechische Abwehrstellung im Tempetal in Thessalien überwanden die Perser ohne Schwierigkeiten, woraufhin sich die Griechen aus Nordgriechenland zurückzogen.

Im August 480 v. Chr. besiegten die Perser in einer mehrtägigen Schlacht die Griechen unter Leonidas I. bei den Thermopylen; anschließend rückten sie durch Mittelgriechenland vor, wobei sich ihnen Böotien widerstandslos anschloss, und nahmen schließlich Athen, das zuvor auf Betreiben des Themistokles evakuiert worden war.

Nach der Niederlage des Landheeres bei den Thermopylen hatte sich auch die griechische Flotte, die beim Kap Artemision im Nordosten von Euböa auf die persische getroffen war, trotz unentschiedenen Ausgangs der Seeschlacht zurückgezogen, und zwar in den Saronischen Golf bis in die Gegend des Isthmus von Korinth.

Im September 480 v. Chr. provozierte Themistokles die Perser zu einem Angriff auf die griechische Flotte, die nun im Sund von Salamis lag, und schlug mit seinen kleinen, wendigen Schiffen in dem engen Gewässer die persische Flotte in der Schlacht von Salamis entscheidend. Xerxes und die Reste der persischen Flotte kehrten daraufhin nach Persien zurück; das Landheer unter Mardonios blieb in Griechenland.

Im Frühjahr 479 v. Chr. fiel Mardonios erneut in Attika ein und nahm ein zweites Mal Athen, wurde dann aber von den vereinten Griechen unter dem Spartaner Pausanias bei Platää entscheidend geschlagen. Mardonios fiel in der Schlacht, die Perser zogen aus Griechenland ab. Etwa gleichzeitig wurden auch die Reste der persischen Flotte am Vorgebirge Mykale nördlich von Milet in Kleinasien von einer griechischen Flotte unter Leotychidas II. vernichtet. Die kleinasiatischen Griechenstädte und die vorgelagerten Inseln lösten sich daraufhin zum größten Teil aus der persischen Oberhoheit und schlossen sich den Griechen an.

Mit den griechischen Siegen bei Platää und Mykale endete die erste Phase der Perserkriege, die Phase der persischen Angriffskriege gegen Griechenland, und es begann die Phase der griechischen Offensiven. 478 v. Chr. lösten die Griechen unter Pausanias die griechischen Städte am Hellespont und Zypern aus der persischen Herrschaft. Als sich dann allerdings die kleinasiatischen Griechenstädte und die vorgelagerten Inseln dem spartanischen Oberbefehl entzogen, schied Sparta aus dem Krieg aus; Athen schloss sich nun mit den kleinasiatischen Städten und den Inseln zum 1. Attischen Seebund zusammen und übernahm die Führung im Krieg gegen die Perser.

In den folgenden Jahren gelang es dem Bund unter der Führung des Kimon, die Perser völlig aus der Ägäis zu verdrängen. Dann aber wurde die griechische Kriegsführung zunehmend planlos, und Athen nutzte den Seebund nun vor allem zur Steigerung seiner eigenen Macht.

469 oder 466 v. Chr. gingen die Perser wieder in die Offensive, wurden jedoch beim Fluss Eurymedon an der kleinasiatischen Südküste von Kimon geschlagen. 460 v. Chr. entsandte der Seebund eine große Flotte nach Ägypten (damals eine persische Satrapie), das gerade durch innere, antipersische Unruhen geschwächt war. Nach anfänglichen Erfolgen erlitten die Griechen jedoch 456 v. Chr. eine schwere Niederlage im Nildelta, und 454 v. Chr. mussten sich die auf einer Nilinsel eingeschlossenen griechischen Truppen schließlich ergeben.

449 v. Chr. errangen die Griechen bei Salamis auf Zypern noch einen letzten Seesieg gegen die Perser; dann berief Perikles die athenischen Streitkräfte nach Athen zurück und schloss 449 oder 448 v. Chr. mit den Persern den Kalliasfrieden. Der gestand den kleinasiatischen Griechenstädten und den Inseln im Bereich des Attischen Seebundes die Autonomie zu, sperrte die Ägäis für die persische Flotte und untersagte den Griechen einen Angriff gegen die Perser.

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