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Das Iranische Glas- und Keramikmuseum in Teheran

In der Khiaban-e Si-ye Tir 55, die von der Djumhuri-ye Islami nach Süden abzweigt, befindet sich seit 1978 das Glas- und Keramikmuseum (Muzeh-e Abgineh va Sofalineha-ye Iran). Das Gebäude selbst entstand um 1915 als Wohnhaus des iranischen Politikers Ahmad Qavam al-Saltanah, der unter Reza Shah zwei Jahre Premierminister war und dort bis 1953 lebte. In den 50er Jahren war hier für sieben Jahre die ägyptische Botschaft untergebracht. Die Außenfassade des Gebäudes ist mit reliefierten Ziegelornamenten versehen, die der seldjukischen Ziegeldekoration nachempfunden sind.

Ausnahmslos alle Fenster des Gebäudes bestehen aus zwei Flügelpaaren mit geschnitzten Holzrahmen, die jeweils innen und außen an der Fensterlaibung angebracht sind. Die Decken im Inneren des Bauwerks sind mit teilweise spätqadjarischen, zum Teil jedoch jüngeren Stuckreliefs verziert. Einige Stuckdecken entstanden während der Zeit, in der die ägyptische Botschaft hier residierte, in ägyptischer Manier, andere sind Beispiele iranischer Gegenwartskunst aus den 80erjahren.

Das Glas- und Keramikmuseum
Das Glas- und Keramikmuseum
Museum für Glas und Keramik Teheran

Das rechteckige Gebäude mit seinen vorspringenden dreiseitigen Erkern, die die Fassadenfront rechts und links einrahmen, hat zwei Geschosse. Über ein schmales und langes Vestibül erreicht man das zentral gelegene, runde und offene Treppenhaus. Von der Decke des Obergeschosses hängt ein riesiger Glaslüster herab. Eine breite, geschwungene Holztreppe beginnt in der Mitte der Halle, teilt sich auf halber Höhe in zwei rechts und links abzweigende Treppenbögen und mündet im Obergeschoß in einer offenen, um die Halle herumführenden Empore.

Die Exponate des Museums sind in fünf Ausstellungssälen untergebracht. Im Erdgeschoß liegen rechts und links des Treppenhauses die Email- und die Kristallgalerie, im Obergeschoß direkt darüber die Perlmutt- und Goldgalerie. An die Goldgalerie schließt sich die aus zwei Räumen bestehende Lapislazuligalerie an.

In der Emailgalerie sind Fundstücke aus dem 3. bis 1. Jt. v. Chr. ausgestellt, die allesamt in Glasflußtechnik hergestellt wurden. Dazu gehören Parfumfläschchen und Schminktöpfchen aus Glaspaste sowie mehrfarbige Glasfaserbündel, die in Chogha Zanbil als Fassadendekoraton und gelegentlich zur farbigen Verkleidung von fensterähnlichen Lichtöffnungen Verwendung fanden. Außerdem sieht man hier bemalte und unbemalte Keramik aus Tepe Sialk, Cheshme Ali und aus der Qazwin-Ebene und schließlich glasierte und unglasierte Ware aus achämenidischer, parthischer und sasanidischer Zeit.

Die Kristallgalerie zeigt Glasgegenstände aus dem 1. Jt. v. Chr. zum Ende der sasanidischen Ära. Während dieses Zeitraums entwikkelte sich eine neue Technik in der Glasherstellung, bei der die Gefäße in eine Form geblasen wurden. Die meisten Ausstellungsstücke dieser Galerie tragen aufgesetzte Zierelemente, eingedrückte oder geschnittene Dekorationen. Achämenidische Glasgefäße, wie sie auf den Reliefs von Persepolis dargestellt wurden, sind hier im Original zu bewundern, z. B. eine flache Glasschale mit ausladendem Rand und zarter Riefendekoration außen am runden Boden.

In der Perlmuttgalerie sind frühislamische Gläser und Keramiken aus dem 9. bis 13. Jh. n. Chr. ausgestellt. Die Keramik dieser Zeit trägt geometrisches Dekor, figürliche Muster und hauptsächlich im Kufi-Duktus kalligraphisch geschriebene Koranverse. Die Glasprodukte, die größtenteils aus Nishabur, Saveh und Gorgan stammen, wurden teilweise mit einer neuartigen Glasschnitzkunst verziert, bei der die reliefierten Muster und Motive aus dem Glas herausgeschnitten wurden.

In der Goldgalerie ist eine repräsentative Auswahl von Keramiken aus allen iranischen Produktionszentren während der islamisehen Zeit ausgestellt. Namengebend für die Goldgalerie war die hier präsentierte goldfarbene Keramikware aus dem 12./13. Jh., deren Dekor aus Inschriften besteht, entweder religiöse Segenssprüche oder Verse berühmter Dichter, wie Nizami und Firdowsi.

Zwei Räume umfaßt die Lapislazuli-Galerie; sie erhielt ihren Namen von einer nach dem Mongolensturrn entwickelten Glasurtechnik für Keramikgefäße, bei der ausschließlich geometrische Motive und Schrift auf vorwiegend blauem Hintergrund verwendet wurden. Die in dem einen Raum gezeigten Ausstellungsstücke aus dem 12. Jh. brechen endgültig mit der sasanidischen Tradition der Darstellung von Menschen und Tieren. In dem anderen Raum werden Gläser aus dem 17. bis 19. Jh. präsentiert.

Während die Glasgefäße aus safawidischer Zeit stark von den venezianischen Glasbläsern geprägt wurden, die Shah Abbas an seinen Hof holte, spiegelt die ebenfalls hier ausgestellte Keramik aus dem 16. bis 18. Jh. mit ihren Vogel-, Blumen- und Landschaftsmotiven den Einfluß des chinesischen Porzellans wieder.

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