Sie sind hier: Rundreisen und Studienreisen » Geschichte » Religion » Islam
Islam

Islam, von Mohammed im 7. Jahrhundert gestiftete Weltreligion. Nach dem Christentum ist sie die zweitgrößte und gegenwärtig am stärksten expandierende Religion der Welt, deren Anhänger auf mehr als eine Milliarde Menschen geschätzt werden. Die überwiegende Mehrheit (ca. 700 Millionen) lebt in Asien und Afrika (ca. 270 Millionen); in Europa gibt es etwa 35 Millionen, in Amerika um die fünf Millionen Muslime. Die größte islamische Nation der Welt ist mit circa 140 Millionen Muslimen Indonesien, das aber kein islamischer Staat ist. Staatsreligion ist der Islam in etwa 40 Ländern in Asien und Afrika. In Deutschland beträgt die Zahl der Muslime circa 2,5 Millionen, das sind etwa 3 Prozent der Bevölkerung.

Die Selbstbezeichnung Islam bedeutet die völlige Hingabe an den Willen Gottes; derjenige, der diese Hingabe zeigt, ist der Muslim (oder Moslem). Die geläufige Fremdbezeichnung Mohammedaner nach dem Namen des Gründers der Religion lehnen die Muslime selbst ab, da sie nach ihrer Auffassung eine unrichtige Parallele zur Selbstbezeichnung der Christen (und auch der Buddhisten) darstellt.

Mohammed

Der Stifter des Islam, Mohammed, wurde um 570 n. Chr. in Mekka geboren. Er verlor sehr früh seine Eltern, woraufhin ihn sein Oheim Abu Talib zusammen mit dem Vetter Ali aufzog. Wie die meisten Mekkaner widmete sich Mohammed dem Handel. Er heiratete seine um einiges ältere Dienstherrin Chadidscha und hatte mit ihr mehrere Kinder, darunter die Tochter Fatima, die später seinen Vetter Ali heiratete.

Um das Jahr 610 empfing er in einer Höhle am Berg Hira in der Umgebung von Mekka die erste Offenbarung, die ihn erschütterte und seinem Leben eine neue Richtung gab. Erst nach einer Phase innerer Qual, in der ihm seine Frau Chadidscha beistand, erhielt er weitere Eingebungen, die nun bis zu seinem Lebensende erfolgten. Er machte zunächst nur seiner engsten Familie Mitteilung – an die Öffentlichkeit wandte er sich erst nach drei Jahren. Aber seine Botschaft von dem einen Gott, der die Welt regiert und am Jüngsten Tag richten wird, fand bei den mekkanischen Polytheisten keinen Anklang. Es gelang Mohammed nicht, sich in Mekka durchzusetzen. Glauben und Zuspruch fand er nur im Kreis der engeren Familie und Freunde. 619 starben seine Frau und der ihn schützende Oheim Abu Talib. Im Jahr 622 wanderte Mohammed nach Yathrib, das später Medina (Stadt des Propheten) genannt wurde, aus.

Mit dieser Emigration, die keine Flucht war, beginnt die islamische Zeitrechnung. Mohammed bot sich in Yathrib die Chance, als Friedensrichter zwischen einander befehdenden Stämmen und Parteien zu wirken und so eine dominierende Stellung zu gewinnen. Aus dem Propheten des Endgerichts wurde der Leiter und Organisator eines theokratischen Staatswesens.

Und er begann den Kampf um Mekka, den er 630 mit der Eroberung der Stadt, die sich fast ohne Widerstand ergab, erfolgreich abschließen konnte. Er ritt auf einem Kamel zur Kaaba und ließ sofort alle Götterbilder zerstören; seinen bisherigen Gegnern gegenüber verhielt er sich großmütig. Bald schloss sich der größte Teil der Arabischen Halbinsel ihm an: der Islam wurde zur Religion der Araber. Mohammed starb 632 im Haus seiner Lieblingsfrau, der jungen Aischa, deren Vater Abu Bakr zu seinem ersten Nachfolger gewählt wurde. Mit der Festigung seiner Macht auf der Arabischen Halbinsel hatte Mohammed den Grund gelegt für die weltweite Ausbreitung des Islam.

Die fünf Säulen des Islam

Für den Gläubigen Muslim gelten fünf Pflichten, die auch die fünf Säulen des Islam genannt werden, weil sie den Islam tragen wie Säulen ein Haus.

Die erste Säule, das Glaubensbekenntnis, ist die Basis für die anderen. Wer öffentlich bekennt: „Ich bezeuge, dass es keine Gottheit außer Gott gibt und dass Mohammed der Gesandte Gottes ist", hat damit den Islam angenommen. Der erste Teil ist ein Bekenntnis, das von allen Monotheisten gesprochen werden kann. Als eigene Religion wird der Islam durch den zweiten Teil definiert, in dem zum Ausdruck kommt, dass Mohammed die abschließende, die früheren Offenbarungen korrigierende und abschließende Offenbarung gebracht hat, worin der Glaube an die vorausgehenden Propheten von Abraham bis Jesus eingeschlossen ist.

Die für das tägliche Leben wichtigste und das äußere Bild der islamischen Welt am stärksten formende Kraft ist das Pflichtgebet, das fünfmal am Tag verrichtet wird und für alle Muslime vom 12. Lebensjahr an verbindlich ist. Für die Verrichtung der Salat genügt ein reiner Platz, sei es auf dem Feld, im Zug, im Auto, im Geschäft. Eine kleine Gebetsmatte sichert die Sauberkeit des Ortes. Das gemeinschaftliche Gebet findet in der Moschee (arabisch Masjid: „Ort, wo man sich niederwirft") statt. Zum Gebet aufgerufen wird vom Minarett der Moschee aus.

Seit den Anfängen des Islam ist der neunte Mondmonat des Jahres, der Ramadan, die Zeit des Fastens. Vom Morgengrauen (wenn man einen schwarzen Faden von einem weißen unterscheiden kann) bis zum Sonnenuntergang darf nicht gegessen, getrunken, geraucht, kein Wohlgeruch genossen, kein Geschlechtsverkehr ausgeübt werden. Der Mondmonat Ramadan wandert durch alle Jahreszeiten; besonders groß ist die Anstrengung, wenn er in den Sommer fällt und in der orientalischen Hitze kein Tropfen Wasser gestattet ist, während in nördlichen Ländern die langen Tage zum Problem werden können. Das so genannte Fest des Fastenbrechens beim Erscheinen des Neumonds ist daher auch das am sehnsüchtigsten erwartete Fest im Jahreslauf.

Die Almosensteuer ist eine Abgabe vom Vermögen und hat eine doppelte Funktion. Sie ist Erfüllung der sozialen Pflicht gegenüber der Gemeinschaft und lehrt, sein Herz nicht an irdischen Besitz zu hängen, sondern für Gott zu öffnen. Wenn sie als gerechte Besteuerung der Reichen und Fürsorge für die Armen richtig durchgeführt wird, sehen moderne muslimische Denker in ihr ein Schutzmittel gegen Kapitalismus und Kommunismus.

Jeder Muslim soll einmal im Leben im Wallfahrtsmonat, dem 12. Monat des islamischen Mondjahres, eine Pilgerfahrt nach Mekka unternehmen und an den heiligen Stätten die vorgeschriebenen Riten vollziehen. Diese fünfte Pflicht gilt als die Vollendung des religiösen Lebens. Die Einrichtung geht auf Mohammed selbst zurück, der damit alte arabische Bräuche übernommen, ihnen aber eine neue Bedeutung gegeben und sie vor allem mit der Abraham-Überlieferung verbunden hat. Zweifellos trägt die Zusammenkunft mit Gläubigen aus aller Welt dazu bei, das Zusammengehörigkeitsgefühl der Muslime zu stärken. Viele Reformbewegungen der beiden letzten Jahrhunderte waren Ergebnisse einer solchen Pilgerfahrt. Muslime vor allem aus den Randgebieten der islamischen Welt hatten in Mekka den „reinen arabischen Islam" erlebt und nach ihrer Rückkehr in die Heimat damit begonnen, sich für den echten Islam einzusetzen.

Hadsch

Der Hadsch ist die größte Massenveranstaltung der Welt, im Jahr 2.000 waren zwei Millionen Pilger nach Mekka gekommen, davon über eine Million aus dem Ausland.

Schiitismus

Schiitismus
Schiiten, neben den Sunniten die kleinere der beiden Hauptgruppen des Islam, die etwa ein Zehntel aller Muslime ausmacht. Beide Gruppen unterscheiden sich weniger durch ihre Riten und Gesetze als vielmehr aufgrund ihres Ethos, ihrer Theologie sowie in der Frage der Rechtmäßigkeit des Imams.

Der Begriff Schiiten geht auf den arabischen Begriff Shiat Ali zurück, was soviel bedeutet wie „die Anhänger Ali Ibn Abi Talibs”. Ali war der Schwiegersohn des Propheten Mohammed und vierter Führer (Kalif) der islamischen Gemeinschaft (Umma), die nach Mohammeds Tod neu gegründet wurde. Die Sunniten verehren ihn als letzten der „vier rechtmäßigen Kalifen”.

Wie alle islamischen Gruppen betrachten auch die heutigen Schiiten ihre Darstellung des Islam als reinste Form der ursprünglichen Religion Mohammeds. Die ersten Schiiten bekannten sich zu keinen einheitlichen oder klar abgegrenzten religiösen Zielen. Sie wurden ausschließlich durch die politische Unterstützung Alis, des Anführers der muslimischen Gemeinschaft, zusammengehalten, wie auch aufgrund ihrer Opposition gegen diejenigen, die sich ihrer Ansicht nach gegen ihn auflehnten, wie Muawija (der Begründer der Omaijadendynastie innerhalb des Kalifats) oder die Charidschiten.

Nach Alis Ermordung 661 n. Chr. suchten einige der Schiiten unter dessen Söhnen nach dem rechtmäßigen Nachfolger für das Amt des Kalifen. Zwar würden aufgrund dieses Vorhabens Alis Nachfolger zu Rivalen werden und die schiitischen Anhänger sich in entsprechende Gruppen aufspalten, die Einheit der Schiiten wäre jedoch zumindest durch die Aufrechterhaltung des Kalifats im Hause Alis gesichert. Die unterschiedlichen Glaubensformen der Schiiten, die sie schließlich von den nichtschiitischen Muslimen abgrenzten, sollten sich allerdings erst viel später herausentwickeln.

Omaijadenzeit
Während der Omaijadenzeit (661-750 n. Chr.) ernannten die Schiiten wiederholt Nachkommen Alis zu Imamen, die sie als würdige (allerdings verschmähte) Führer der muslimischen Gemeinschaft ansahen. Vier Grundgedanken fanden bei den Schiiten allgemeine Anerkennung:
(1) Ali wurde von Gott zum Imam und rechtmäßigen Führer der (muslimischen wie auch nichtmuslimischen) Welt erwählt,
(2) dem von Gott erwählten Imam kommt unfehlbare Autorität zu, sofern er aus der leiblichen Nachkommenschaft des Propheten stammt,
(3) alle Imame müssen Nachkommen Alis sein,
(4) Ali und die Imame aus seiner Nachkommenschaft besitzen übermenschliche Fähigkeiten, die andere Muslime ausschließlich ihren Propheten zugestehen, wie Unfehlbarkeit (Isma), Wunderkräfte und von Gott verliehene Erkenntnis (Ilm).

Diese Überzeugungen bilden einen Teil der traditionellen schiitischen Vorstellung des Imams, die bis heute das Kernstück der meisten schiitischen Gruppen, mit Ausnahme der Zaiditen, geblieben ist und vom Glauben der Sunniten abweicht. Letztere sehen in dem rechtmäßigen Leiter der islamischen Gemeinschaft eine gewöhnliche Person, die allerdings außerordentlich gottesfürchtig und in religiösen Wissenschaften erfahren sein muss, um von anderen gewöhnlichen Personen gewählt zu werden. Einige Gemeinschaften, z. B. die Ali-illahis und die Drusen, werden von den Hauptgruppen der Schiiten als so genannte Extremisten (Ghulat) angesehen. Diese führten die Lehre weiter aus und erklärten die Imame zu göttlichen Inkarnationen, wodurch sie von den Grundsätzen des Islam abwichen.

Imamiten, Ismailiten und Zaiditen
Da Ali mehrere Frauen und eine Vielzahl männlicher Nachkommen hatte, gab es auch viele rivalisierende Aliden. Entsprechend spalteten sich die frühen Schiiten in unterschiedliche Gruppen. Während die meisten der schiitischen Gruppen die Imame schließlich auf die Nachkommen Alis und dessen Ehefrau Fatima (die Tochter des Propheten) beschränkten, haben z. B. die Kaysanis bereits seit frühesten Zeiten die Nachkommenschaft Ibn Hanafiyyas, des Sohnes einer anderen Ehefrau Alis, anerkannt. Aufgrund der Ernennung eines dieser Kaysani-Imame machten die frühen Kalifen der Abbasiden ihren Anspruch auf Rechtmäßigkeit geltend.

Über die Frage der Nachfolge kam es innerhalb einiger Gemeinschaften zu erneuten Teilungen, was zur Entstehung neuer Richtungen oder sogar neuer Religionen führte.

Zu den bedeutendsten schiitischen Gruppen der Gegenwart gehören die Imamiten, die Ismailiten und die Zaiditen.

Die Imamiten
Die Imamiten, auch als Zwölferschiiten bekannt, bilden die bei weitem größte schiitische Gruppierung, obwohl ihre Imame nie die politische Macht der ismailitischen oder zaiditischen Imame erreicht haben. Sie glauben an eine Folge von zwölf Imamen, deren letzter angeblich auch heute noch lebt, obwohl er 874 n. Chr. in die Verborgenheit überging. Die Imamiten gelten im Iran seit dem frühen 16. Jahrhundert n. Chr. als offizielle Religion, zu der sich die Mehrheit der Bevölkerung bekennt. Stark vertreten ist sie auch im Nahen Osten und Asien, insbesondere im Irak, in Südlibanon, Indien und Pakistan. Der Bahaismus, eine Religion, die sich grundsätzlich vom Islam unterscheidet, geht auf den Babismus zurück, eine Bewegung, die sich im 19. Jahrhundert aus der Religion der schiitischen Imamiten des Iran entwickelte.

Die Ismailiten
Die Ismailiten, auch als Siebenerschiiten oder Batinis bekannt, besitzen heute keinen eigenen Staat. Ursprünglich erkannten sie bloß die Folge von sieben Imamen an und glaubten, ähnlich wie die Imamiten, dass der letzte Imam im 8. Jahrhundert in die Verborgenheit übergegangen sei. Für viele Ismailiten wurde die Nachfolge nach zwei Jahrhunderten jedoch wiederaufgenommen. Die Fatimiden, eine von Fatima abstammende schiitische Dynastie, begründeten in Nordafrika eine Kalifendynastie, gründeten die Stadt Kairo und herrschten zwei Jahrhunderte lang (909-1171) in Ägypten. Andere Ismailiten, wie z. B. die Qaramita, die ihren eigenen Staat in Bahrain und Oman gründeten, erkannten jedoch keinen Imam der Fatimiden an.

Die Spaltung
Im 11. Jahrhundert spaltete sich die schiitische Dynastie in verschiedene Gruppen. Bei einer davon, den Nisaris, kam es zum Bruch mit den Kalifen von Kairo, woraufhin sie ihren eigenen unabhängigen Kleinstaat in Iran und Syrien gründeten. Von ihren Feinden wurden sie Assassinen (arabisch: Haschischgenießer) genannt, wobei diese auf ihren angeblichen Genuss von Haschisch anspielten.

Berichte über die gewagten Mordanschläge der Nisaris, die bis zu den Kreuzfahrern durchdrangen, verbreiteten sich schließlich in ganz Europa, wobei die Bezeichnung „Assassin” auf einen fanatischen oder bezahlten Mörder übertragen wurde. Die Imame der Nisaris gelten als Vorfahren des Aga Khan. Dies ist der offizielle Titel für die Imame der Hodschas, der größten heute bestehenden Gruppe der Ismailiten. Den Hodschas zufolge ist der heutige Aga Khan ihr 49. Imam.

Die Tayyibis waren auch eine Splittergruppe der Fatimiden, obwohl ihre Imamenfolge ebenfalls in der Verborgenheit endete. Viele von ihnen verließen Kairo, um im 12. Jahrhundert eine Gemeinschaft im Jemen zu begründen. Im 16. Jahrhundert wanderte eine Gruppe von ihnen nach Indien aus, wo in Bohra eine weitere Gemeinschaft entstand.

Die Bohras, deren Imam auch in Verborgenheit lebt, folgen einem religiösen Leiter, den absoluten Dai, den sie als einzigen Vertreter des verborgenen Imams und höchste Autorität in Fragen der Lehre und des Rechtes anerkennen. Die Drusen, die heute gewöhnlich als nichtislamische Glaubensgemeinschaft gelten, gehen auch auf eine Splittergruppe der fatimidischen Ismailiten des 11. Jahrhunderts zurück.

Die Zaiditen, die nach Zaid Ibn Ali, ihrem fünften Imam (gestorben 740), benannt wurden, lehnen die traditionelle schiitische Lehre des Imamats ab. Zaid, der Begründer der zaiditischen Glaubensgemeinschaft, focht das Imamat seines quietistischen Bruders Muhammad Al-Baqir (der von den Imamiten und den Ismailiten als fünfter bzw. vierter Imam anerkannt wird) an, indem er gegen die herrschenden Omaijadenkalifen rebellierte. Zaids Forderung bestand darin, dass ein wahrer Schiite als Nachfahre Alis und Fatimas gewillt sein müsse, seinen Anspruch auf das Kalifenamt gegen die Unterdrücker zu erkämpfen. Seiner Theorie nach hat ein Imam keine übermenschlichen Fähigkeiten und ist somit, abgesehen von der Tatsache, dass er ein Nachkomme Ali Ibn Talibs sein muss, eher mit dem Ideal der sunnitischen Kalifen vergleichbar.

Die Zaiditen gründeten ihr eigenes Kalifat und ihren eigenen Staat in Jemen und überlebten seit dem 9. Jahrhundert bis 1963 zahlreiche Angriffe und Besetzungen durch fremde Mächte. Ein weiterer zaiditischer Staat wurde im 9. Jahrhundert in Tabaristan, südlich vom Kaspischen Meer im Iran, gegründet, konnte sich allerdings nicht lange halten und hatte auch keine eigenen Imame. Wie die Ismailiten spalteten sich auch von den Zaiditen weitere Richtungen ab. Die Abspaltungen waren zunächst dadurch bedingt, dass die Zaiditen über das Verständnis ihrer Imame uneinig waren und später aufgrund unterschiedlicher gesetzlicher und doktrinärer Standpunkte.

Sowohl die Imamiten wie auch die Ismailiten schreiben ihren Imamen vererbbare übernatürliche Fähigkeiten zu, wobei ihre Lehren über das Imamat sich nicht unterscheiden. Beide glauben, dass der Koran neben einer äußeren oder exoterischen (Zahir) auch eine innere oder esoterische Bedeutung (Batin) besitzt. Infolgedessen bedienen sich beide Richtungen des Instruments der Exegese (Tawil), d. h., der Deutung der verborgenen Bedeutung des Korans durch die von Gott verliehene Erkenntnis des Imams.

Die Sufis haben bezüglich des Korans ähnliche Vorstellungen und setzen ebenfalls Tawil ein. Der einzige Unterschied besteht darin, dass ihre Imame die von Gott erleuchteten (Marifa) Sufimeister (Shaykhs) sind. Die Imamiten und Isamaeliten werden dazu angehalten, ihre wahren Überzeugungen aus Gründen der „Selbsterhaltung” (Taqiyya) zu verbergen. Dies ist vor dem Hintergrund zu verstehen, dass es im Lauf der islamischen Geschichte häufig gefährlich war, sich zum schiitischen Glauben zu bekennen.

Die Zaiditen wiederum lehnen sowohl die Auffassungen der Imamiten als auch die der Ismailiten ab. Ihre Imame besitzen keinerlei übernatürliche Kräfte, sondern werden lediglich als die Personen mit den besten Führungseigenschaften sowie als religiöse Gelehrte betrachtet.

Sowohl Imamiten wie auch Ismailiten glauben an dieselbe Nachfolge der Imame, und zwar bis zum sechsten, zu Dschafar As Sadik, obwohl die Isamaeliten gewöhnlich als ersten Imam Alis Sohn Hasan und nicht Ali selbst betrachten. Beide Richtungen stimmen darin überein, dass die Ernennung zum Imam durch dessen Vorgänger (Nass) erfolgen muss, wobei sie sich jedoch nicht einig sind, welcher der beiden Söhne Dschafars von seinem Vater zum Nachfolger ernannt wurde. Für die Imamiten war es Musa und für die Ismailiten der ältere, vor seinem Vater verstorbene Sohn Ismail. Für die Zaiditen, die keinen Nachfolger ernennen, ist jeder, der die entsprechende Abstammung vorweist, berechtigt, das Amt des Imams zu beanspruchen, auch wenn er dadurch einem bereits amtierenden Imam den Kampf ansagen müsste.

Die Imamiten und einige der Ismailiten (Qaramitas und Bohras) glauben, dass die Kette der Nachfolge zu irgendeinem vergangenen Zeitpunkt durch das Eintreten in die Verborgenheit des letzten Imams unterbrochen wurde, wobei dieser unter Gottes Schutz weiterlebt und am Ende der Zeit als Mahdi zu den Menschen zurückkehren wird. Die Imamiten und Qaramitas kennen zwölf bzw. sieben Imame. Hingegen besteht für die Hodschas, den Großteil der heutigen Ismailiten, und die Zaiditen die Nachfolge der Imame bis zum heutigen Tag.

Die Rechtsgelehrten (Fuqaha)
Die drei schiitischen Richtungen haben recht unterschiedliche Auffassungen von der praktischen Ausübung der religiösen Autorität, obwohl die Theorien der Imamiten und Ismailiten, wie z. B. über die Lehre vom Amt der Imame, weitgehend übereinstimmen. Da der Kontakt der Imamiten zu ihrem Imam seit dem 9. Jahrhundert abgebrochen ist, erfolgte ihre religiöse Leitung traditionsgemäß durch die Geistlichkeit, d. h. durch die traditionellen Hüter der von den Vorschriften der Propheten und Imamen abgeleiteten Schriften.

Unter den Geistlichen waren es die Rechtsgelehrten (Fuqaha), die sich zu Vertretern der verborgenen Imame erklärten und als solche allmählich anerkannt wurden. Über mehrere Jahrhunderte hinweg gelang es eifrigen imamitischen Rechtsgelehrten, sich den Großteil der verschiedenen religiösen Pflichten und Privilegien anzueignen, die nach dem Amt des zwölften Imams nicht mehr ausgeübt wurden, wie z. B. die Leitung des Freitaggebets, das Verteilen und Eintreiben verschiedener Steuern, die Ernennung von Richtern (Qadis), das Fällen gesetzlicher Entscheidungen in Angelegenheiten, in denen keine Präzedenzfälle bekannt sind (ijtihad) sowie die Ausfertigung von Rechtsgutachten (Fatwas). Folglich sind die imamitischen Rechtsgelehrten aufgrund dieser Funktionen zu großem Wohlstand und politischer Macht gekommen.

Seit dem 18. Jahrhundert hat sich unter ihnen auch eine religiös-politische Machthierarchie herausgebildet. Die obersten Würdenträger (Ayatollah oder Marja Al-Taqlid) besitzen eine weitaus größere Autorität als die Rechtsgelehrten der Sunniten, der traditionellen Ismailiten oder der Zaiditen. Als kollektives Organ sind sie eher mit dem Sultan oder dem Kalifen der Sunniten vergleichbar. Nur der „absolute Dai” der ismailitischen Bohras übt eine größere Autorität aus.

Omaijadenzeit

Während der Omaijadenzeit (661-750 n. Chr.) ernannten die Schiiten wiederholt Nachkommen Alis zu Imamen, die sie als würdige (allerdings verschmähte) Führer der muslimischen Gemeinschaft ansahen. Vier Grundgedanken fanden bei den Schiiten allgemeine Anerkennung:
(1) Ali wurde von Gott zum Imam und rechtmäßigen Führer der (muslimischen wie auch nichtmuslimischen) Welt erwählt,
(2) dem von Gott erwählten Imam kommt unfehlbare Autorität zu, sofern er aus der leiblichen Nachkommenschaft des Propheten stammt,
(3) alle Imame müssen Nachkommen Alis sein,
(4) Ali und die Imame aus seiner Nachkommenschaft besitzen übermenschliche Fähigkeiten, die andere Muslime ausschließlich ihren Propheten zugestehen, wie Unfehlbarkeit (Isma), Wunderkräfte und von Gott verliehene Erkenntnis (Ilm).

Diese Überzeugungen bilden einen Teil der traditionellen schiitischen Vorstellung des Imams, die bis heute das Kernstück der meisten schiitischen Gruppen, mit Ausnahme der Zaiditen, geblieben ist und vom Glauben der Sunniten abweicht. Letztere sehen in dem rechtmäßigen Leiter der islamischen Gemeinschaft eine gewöhnliche Person, die allerdings außerordentlich gottesfürchtig und in religiösen Wissenschaften erfahren sein muss, um von anderen gewöhnlichen Personen gewählt zu werden. Einige Gemeinschaften, z. B. die Ali-illahis und die Drusen, werden von den Hauptgruppen der Schiiten als so genannte Extremisten (Ghulat) angesehen. Diese führten die Lehre weiter aus und erklärten die Imame zu göttlichen Inkarnationen, wodurch sie von den Grundsätzen des Islam abwichen.

Imamiten, Ismailiten und Zaiditen

Da Ali mehrere Frauen und eine Vielzahl männlicher Nachkommen hatte, gab es auch viele rivalisierende Aliden. Entsprechend spalteten sich die frühen Schiiten in unterschiedliche Gruppen. Während die meisten der schiitischen Gruppen die Imame schließlich auf die Nachkommen Alis und dessen Ehefrau Fatima (die Tochter des Propheten) beschränkten, haben z. B. die Kaysanis bereits seit frühesten Zeiten die Nachkommenschaft Ibn Hanafiyyas, des Sohnes einer anderen Ehefrau Alis, anerkannt. Aufgrund der Ernennung eines dieser Kaysani-Imame machten die frühen Kalifen der Abbasiden ihren Anspruch auf Rechtmäßigkeit geltend.

Über die Frage der Nachfolge kam es innerhalb einiger Gemeinschaften zu erneuten Teilungen, was zur Entstehung neuer Richtungen oder sogar neuer Religionen führte.

Zu den bedeutendsten schiitischen Gruppen der Gegenwart gehören die Imamiten, die Ismailiten und die Zaiditen.

Die Imamiten

Die Imamiten, auch als Zwölferschiiten bekannt, bilden die bei weitem größte schiitische Gruppierung, obwohl ihre Imame nie die politische Macht der ismailitischen oder zaiditischen Imame erreicht haben. Sie glauben an eine Folge von zwölf Imamen, deren letzter angeblich auch heute noch lebt, obwohl er 874 n. Chr. in die Verborgenheit überging. Die Imamiten gelten im Iran seit dem frühen 16. Jahrhundert n. Chr. als offizielle Religion, zu der sich die Mehrheit der Bevölkerung bekennt. Stark vertreten ist sie auch im Nahen Osten und Asien, insbesondere im Irak, in Südlibanon, Indien und Pakistan. Der Bahaismus, eine Religion, die sich grundsätzlich vom Islam unterscheidet, geht auf den Babismus zurück, eine Bewegung, die sich im 19. Jahrhundert aus der Religion der schiitischen Imamiten des Iran entwickelte.

Die Ismailiten

Die Ismailiten, auch als Siebenerschiiten oder Batinis bekannt, besitzen heute keinen eigenen Staat. Ursprünglich erkannten sie bloß die Folge von sieben Imamen an und glaubten, ähnlich wie die Imamiten, dass der letzte Imam im 8. Jahrhundert in die Verborgenheit übergegangen sei. Für viele Ismailiten wurde die Nachfolge nach zwei Jahrhunderten jedoch wiederaufgenommen. Die Fatimiden, eine von Fatima abstammende schiitische Dynastie, begründeten in Nordafrika eine Kalifendynastie, gründeten die Stadt Kairo und herrschten zwei Jahrhunderte lang (909-1171) in Ägypten. Andere Ismailiten, wie z. B. die Qaramita, die ihren eigenen Staat in Bahrain und Oman gründeten, erkannten jedoch keinen Imam der Fatimiden an.

Die Spaltung

Im 11. Jahrhundert spaltete sich die schiitische Dynastie in verschiedene Gruppen. Bei einer davon, den Nisaris, kam es zum Bruch mit den Kalifen von Kairo, woraufhin sie ihren eigenen unabhängigen Kleinstaat in Iran und Syrien gründeten. Von ihren Feinden wurden sie Assassinen (arabisch: Haschischgenießer) genannt, wobei diese auf ihren angeblichen Genuss von Haschisch anspielten.

Berichte über die gewagten Mordanschläge der Nisaris, die bis zu den Kreuzfahrern durchdrangen, verbreiteten sich schließlich in ganz Europa, wobei die Bezeichnung „Assassin” auf einen fanatischen oder bezahlten Mörder übertragen wurde. Die Imame der Nisaris gelten als Vorfahren des Aga Khan. Dies ist der offizielle Titel für die Imame der Hodschas, der größten heute bestehenden Gruppe der Ismailiten. Den Hodschas zufolge ist der heutige Aga Khan ihr 49. Imam.

Die Tayyibis waren auch eine Splittergruppe der Fatimiden, obwohl ihre Imamenfolge ebenfalls in der Verborgenheit endete. Viele von ihnen verließen Kairo, um im 12. Jahrhundert eine Gemeinschaft im Jemen zu begründen. Im 16. Jahrhundert wanderte eine Gruppe von ihnen nach Indien aus, wo in Bohra eine weitere Gemeinschaft entstand.

Die Bohras, deren Imam auch in Verborgenheit lebt, folgen einem religiösen Leiter, den absoluten Dai, den sie als einzigen Vertreter des verborgenen Imams und höchste Autorität in Fragen der Lehre und des Rechtes anerkennen. Die Drusen, die heute gewöhnlich als nichtislamische Glaubensgemeinschaft gelten, gehen auch auf eine Splittergruppe der fatimidischen Ismailiten des 11. Jahrhunderts zurück.

Die Zaiditen

Die Zaiditen, die nach Zaid Ibn Ali, ihrem fünften Imam (gestorben 740), benannt wurden, lehnen die traditionelle schiitische Lehre des Imamats ab. Zaid, der Begründer der zaiditischen Glaubensgemeinschaft, focht das Imamat seines quietistischen Bruders Muhammad Al-Baqir (der von den Imamiten und den Ismailiten als fünfter bzw. vierter Imam anerkannt wird) an, indem er gegen die herrschenden Omaijadenkalifen rebellierte. Zaids Forderung bestand darin, dass ein wahrer Schiite als Nachfahre Alis und Fatimas gewillt sein müsse, seinen Anspruch auf das Kalifenamt gegen die Unterdrücker zu erkämpfen. Seiner Theorie nach hat ein Imam keine übermenschlichen Fähigkeiten und ist somit, abgesehen von der Tatsache, dass er ein Nachkomme Ali Ibn Talibs sein muss, eher mit dem Ideal der sunnitischen Kalifen vergleichbar.

Die Zaiditen gründeten ihr eigenes Kalifat und ihren eigenen Staat in Jemen und überlebten seit dem 9. Jahrhundert bis 1963 zahlreiche Angriffe und Besetzungen durch fremde Mächte. Ein weiterer zaiditischer Staat wurde im 9. Jahrhundert in Tabaristan, südlich vom Kaspischen Meer im Iran, gegründet, konnte sich allerdings nicht lange halten und hatte auch keine eigenen Imame. Wie die Ismailiten spalteten sich auch von den Zaiditen weitere Richtungen ab. Die Abspaltungen waren zunächst dadurch bedingt, dass die Zaiditen über das Verständnis ihrer Imame uneinig waren und später aufgrund unterschiedlicher gesetzlicher und doktrinärer Standpunkte.

Sowohl die Imamiten wie auch die Ismailiten schreiben ihren Imamen vererbbare übernatürliche Fähigkeiten zu, wobei ihre Lehren über das Imamat sich nicht unterscheiden. Beide glauben, dass der Koran neben einer äußeren oder exoterischen (Zahir) auch eine innere oder esoterische Bedeutung (Batin) besitzt. Infolgedessen bedienen sich beide Richtungen des Instruments der Exegese (Tawil), d. h., der Deutung der verborgenen Bedeutung des Korans durch die von Gott verliehene Erkenntnis des Imams.

Die Sufis haben bezüglich des Korans ähnliche Vorstellungen und setzen ebenfalls Tawil ein. Der einzige Unterschied besteht darin, dass ihre Imame die von Gott erleuchteten (Marifa) Sufimeister (Shaykhs) sind. Die Imamiten und Isamaeliten werden dazu angehalten, ihre wahren Überzeugungen aus Gründen der „Selbsterhaltung” (Taqiyya) zu verbergen. Dies ist vor dem Hintergrund zu verstehen, dass es im Lauf der islamischen Geschichte häufig gefährlich war, sich zum schiitischen Glauben zu bekennen.

Die Zaiditen wiederum lehnen sowohl die Auffassungen der Imamiten als auch die der Ismailiten ab. Ihre Imame besitzen keinerlei übernatürliche Kräfte, sondern werden lediglich als die Personen mit den besten Führungseigenschaften sowie als religiöse Gelehrte betrachtet.

Sowohl Imamiten wie auch Ismailiten glauben an dieselbe Nachfolge der Imame, und zwar bis zum sechsten, zu Dschafar As Sadik, obwohl die Isamaeliten gewöhnlich als ersten Imam Alis Sohn Hasan und nicht Ali selbst betrachten. Beide Richtungen stimmen darin überein, dass die Ernennung zum Imam durch dessen Vorgänger (Nass) erfolgen muss, wobei sie sich jedoch nicht einig sind, welcher der beiden Söhne Dschafars von seinem Vater zum Nachfolger ernannt wurde. Für die Imamiten war es Musa und für die Ismailiten der ältere, vor seinem Vater verstorbene Sohn Ismail. Für die Zaiditen, die keinen Nachfolger ernennen, ist jeder, der die entsprechende Abstammung vorweist, berechtigt, das Amt des Imams zu beanspruchen, auch wenn er dadurch einem bereits amtierenden Imam den Kampf ansagen müsste.

Die Imamiten und einige der Ismailiten (Qaramitas und Bohras) glauben, dass die Kette der Nachfolge zu irgendeinem vergangenen Zeitpunkt durch das Eintreten in die Verborgenheit des letzten Imams unterbrochen wurde, wobei dieser unter Gottes Schutz weiterlebt und am Ende der Zeit als Mahdi zu den Menschen zurückkehren wird. Die Imamiten und Qaramitas kennen zwölf bzw. sieben Imame. Hingegen besteht für die Hodschas, den Großteil der heutigen Ismailiten, und die Zaiditen die Nachfolge der Imame bis zum heutigen Tag.

Die Rechtsgelehrten (Fuqaha)

Die drei schiitischen Richtungen haben recht unterschiedliche Auffassungen von der praktischen Ausübung der religiösen Autorität, obwohl die Theorien der Imamiten und Ismailiten, wie z. B. über die Lehre vom Amt der Imame, weitgehend übereinstimmen. Da der Kontakt der Imamiten zu ihrem Imam seit dem 9. Jahrhundert abgebrochen ist, erfolgte ihre religiöse Leitung traditionsgemäß durch die Geistlichkeit, d. h. durch die traditionellen Hüter der von den Vorschriften der Propheten und Imamen abgeleiteten Schriften.

Unter den Geistlichen waren es die Rechtsgelehrten (Fuqaha), die sich zu Vertretern der verborgenen Imame erklärten und als solche allmählich anerkannt wurden. Über mehrere Jahrhunderte hinweg gelang es eifrigen imamitischen Rechtsgelehrten, sich den Großteil der verschiedenen religiösen Pflichten und Privilegien anzueignen, die nach dem Amt des zwölften Imams nicht mehr ausgeübt wurden, wie z. B. die Leitung des Freitaggebets, das Verteilen und Eintreiben verschiedener Steuern, die Ernennung von Richtern (Qadis), das Fällen gesetzlicher Entscheidungen in Angelegenheiten, in denen keine Präzedenzfälle bekannt sind (ijtihad) sowie die Ausfertigung von Rechtsgutachten (Fatwas). Folglich sind die imamitischen Rechtsgelehrten aufgrund dieser Funktionen zu großem Wohlstand und politischer Macht gekommen.

Seit dem 18. Jahrhundert hat sich unter ihnen auch eine religiös-politische Machthierarchie herausgebildet. Die obersten Würdenträger (Ayatollah oder Marja Al-Taqlid) besitzen eine weitaus größere Autorität als die Rechtsgelehrten der Sunniten, der traditionellen Ismailiten oder der Zaiditen. Als kollektives Organ sind sie eher mit dem Sultan oder dem Kalifen der Sunniten vergleichbar. Nur der „absolute Dai” der ismailitischen Bohras übt eine größere Autorität aus.

Sunnitismus

Sunniten, die größte Gruppe im Islam. Der Begriff Sunna, den die Sunniten auf ihre Gruppe beziehen („Menschen der Sunna"), bedeutet vermutlich „Mitte des Weges". Er bezieht sich demnach nicht, wie allgemein angenommen, auf Sunna, das „Vorbild" des Propheten Mohammed, da alle islamischen Gruppen und Sekten die Sunna, neben dem Koran, als verbindliche Lehre anerkennen.

Die Lehren der Sunniten bildeten sich gegen Ende des 9. Jahrhunderts heraus, während ihre Theologie als einheitliches System im 10. Jahrhundert entwickelt wurde. Damit reagierten die Sunniten auf frühe Abspaltungsbestrebungen anderer islamischer Gruppen, wie z. B. der Charidschiten, Mutasiliten und der Schiiten.

Die Betonung der Bestimmung des menschlichen Schicksals durch den Willen Gottes entstand in der Auseinandersetzung mit der Überzeugung der Mutasiliten von der absoluten Freiheit des menschlichen Willens. Innerhalb der sunnitischen Theologie haben sich vier Gesetzesschulen entwickelt: die Schafiiten, die Hanefiten, die Malikiten und die Hanbaliten.

Seite drucken Druckversion         zum Seitenanfang Seitenanfang
Quick-Select
Iran zum Kennenlernen
8-tägige Rundreise
ab 1.495,- €
9 Tage Iran
Damavand Expedition
ab 1.790,- €
Faszination Persien
12-tägige Rundreise
ab 2.090,- €
Iran-Spezialist  Kontakt

Ihre Ansprechpartner

Travel Office Gunzenhausen
Iran-Spezialist
Susanne Stafflinger
Zum Gänssteg 2
91735 Muhr am See
Tel.: (0 98 31) 8 82 44 10

Reisestudio Krebs
Iran-Spezialist
Hippegasse 5
63636 Brachttal
Tel: (06053) 7069877
Fax: (06053) 7069878


 Reiseversicherung
  Tolle Reiseführer

Last Minute & mehr

Aktivurlaub
Neuseeland
Australien
Südafrika / Asien / Japan
USA / Kanada
Südamerika
Sportreisen / BestPrice
Luxusreise
Rundreisen / Weltreisen
Städtereisen / Kurzurlaub




Reisestudio Krebs
Hippegasse 5
63636 Brachttal
Tel.: (0 60 53) 7 06 98 77

Travel Office Gunzenhausen
Zum Gänssteg 2
91735 Muhr am See
Tel.: (0 98 31) 8 82 44 10

» Kontakt per E-Mail
 
» Sitemap
» Feedback
» Reisegutschein

» Unser Team
 
» FAQ
» AGB
» Impressum

Besuchen Sie uns bei FacebookBesuchen Sie uns bei Google+Besuchen Sie uns bei twitter

Reiseziele: Reisen Asien | Reisen Neuseeland | Reisen USA | Reisen Kanada | Reisen Australien | Reisen Orient | Reisen Südafrika | Reisen Südamerika | Weltreisen
 
IRAN-TODAY.NET