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Hisbollah

Proiranisch-schiitische Parteimiliz im Libanon, die im Zuge des libanesischen Bürgerkrieges und vor allem in Reaktion auf die israelische Invasion 1982 entstand und 1984 offiziell gegründet wurde.

Der arabische Name Hisbollah, auch Hizbollah oder Hizbullah geschrieben, bedeutet übersetzt „Partei Gottes”. In diesem Sinn versteht sich die Hisbollah als eine Organisation mit einem politischen und einem militärischen Zweig; ihr Hauptziel ist die Errichtung eines islamischen Gottesstaates nach iranischem Vorbild. Der bewaffnete Arm setzt sich aus zwei Gruppen zusammen, dem „Islamischen Widerstand” (Al-Muqawama Al-Islamiya) und dem „Islamischen Heiligen Krieg” (Al-Jihad Al-Islami).

Die Hisbollah lässt sich insgesamt in einen gemäßigten und in einen radikalen Flügel unterteilen. Sie wird ideologisch und finanziell vom Iran unterstützt – die Ideologie der Organisation orientiert sich z. B. stark an den Schriften des iranischen Revolutionsführers Khomeini.

Die Anfänge

Im Juni 1982 drangen israelische Streitkräfte in den Südlibanon vor, drangen schließlich bis nach Beirut vor und besetzten weite Gebiete. Vordringliches Ziel Israels war die Vernichtung sämtlicher Stellungen der PLO, die vom Libanon aus immer wieder Übergriffe auf Israel unternahm. Im Zuge der israelischen Invasion wurden – die PLO-Einheiten fast vollständig aus dem Libanon vertrieben.

Vor diesem Hintergrund verbündeten sich die proiranische Hisbollah, die prosyrische Amal-Miliz (ebenfalls schiitisch) sowie andere Gruppen und kämpften gemeinsam gegen die israelischen Invasionstruppen. Unter Vermittlung der UN sowie der Aufsicht einer multinationalen Schutztruppe zogen sich die israelischen Verbände im Sommer 1985 aus dem Libanon zurück, mit Ausnahme einer 15 Kilometer breiten „Sicherheitszone" im Südlibanon.

Es entstand ein Machtvakuum, wobei das Bündnis zwischen den libanesischen Kampfgruppen zerbrach und einige ehemalige Partner zu erbitterten Feinden wurden. So trugen von 1985 bis 1989 die Hisbollah- und die Amal-Milizen ihren Machtkampf um die schiitische Führung im Libanon in bewaffneten Konflikten aus. Nahrung fand diese Auseinandersetzung durch die damals bestehende Konkurrenz zwischen dem Iran und Syrien, der Schutzmacht des Libanon – während der Iran die Hisbollah unterstützte, versorgte Syrien die Amal mit Geldern und Waffen.

Hisbollah heute

Auch nach Ende des libanesischen Bürgerkrieges (Oktober 1990) behielt die Hisbollah ihre antiisraelische Haltung bei, lieferte sich Kämpfe mit den israelischen Truppen und deren libanesischen Verbündeten, der Südlibanesischen Armee (SLA), in der Sicherheitszone und unternahm von ihren Stützpunkten im Libanon aus Angriffe auf Ziele in Nordisrael. Den Angriffen begegnete Israel mit Luftangriffen auf Stützpunkte der Hisbollah. In den neunziger Jahren unternahm die Hisbollah verstärkt auch Terroranschläge in Israel, die zahlreiche Opfer forderten.

Nach dem Rückzug der israelischen Truppen aus dem Südlibanon im Mai 2000 besetzte die Hisbollah die Sicherheitszone, musste sich aber bereits im August 2000 zugunsten der UN-Friedenstruppe UNFIL und regulärer libanesischer Einheiten aus diesem Gebiet wieder zurückziehen. Nach dem israelischen Abzug erklärte die Hisbollah, sich in Zukunft vor allem als politische Partei im Libanon engagieren zu wollen.

Der Einflussbereich der Hisbollah erstreckt sich auf den Südlibanon und die schiitischen Siedlungen der Bekaa-Ebene, reicht aber auch bis Südbeirut. Die Organisation unterhält eigene Schulen und sonstige soziale Einrichtungen, wie etwa Krankenhäuser. Seit 1992 wird die Organisation von Sayid Hassan Nasrallah geführt.

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