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Frühgeschichte: Zur Entstehung Persiens

Das Volk der Elamiter - Die Urartäer - Die Iranier

Erste Besiedlungen sind im heutigen Gebiet des Iran vor etwa 30.000 bis 40.000 Jahren nachgewiesen. Es wird vermutet, dass einige tausend Menschen als Jäger und Wildbeuter dort lebten.

Frühgeschichte Iran / Persien
Frühgeschichte Iran / Persien
Die Geschichte des persischen Großreichs

Um etwa 8.000 v. Chr. kam es zu gravierenden Umgestaltungen der menschlichen Lebensformen. Die Nomaden wurden sesshaft, Pflanzen wie Gerste und Weizen wurden kultiviert und Tiere (Ziegen, Schafe) wurden domestiziert und zu Haustieren. So entstanden die ersten Siedlungen und Dörfer., es entwickelten sich handwerkliche Tätigkeiten (Töpferei, Weberei und Teppichknüpfen). Parallel zum Ackerbau entstand eine weitere Form der Viehzucht, die Wanderweidewirtschaft der Nomaden.

Um 4.000 v. Chr. entstanden im Südwesten des Landes die ersten blühenden Handelsstädte.

Während dieser Zeit entwickelete sich auch ein reger kultureller und Handelsaustausch mit den benachbarten Bewohnern des Zweistromlandes. Mit den Sumerern, Assyrern oder den Babyloniern kam es aber auch immer wieder zu kriegerischen Auseinandersetzungen um die fruchtbaren Niederungen zwischen Euphrat und Tigris.

Irans Weltkulture: Takht-e Soleiman

Überaus eindrucksvoll ist der Besuch der 2400 m hoch gelegenen Stätte Takht-e Soleiman (Thron Salomons). Er liegt etwa 30 km südlich von Takab, auf einem leicht die Ebene überragenden kalksinterplateau, in dessen Mitte sich über 60 m kleinen tiefblauen See gebildet haben.

Durch seinen Mineralgehalt ist das Wasser weder für Mensch noch Tier genießbar, weswegen der See völlig ohne jedes Leben ist. Rund um den See wurden zu verschiedenen Zeiten Anlagen mit unterschiedlicher Funktion erbaut. Unterhalb einer dichten Sinterschicht, die von einer relativen langen und ungestörten Überflutung des Takht durch seinen See erzeugt, liegt eine achämenidische Siedlung.

Die mächtige steinerne Festungsmauer, die die Siedlung in ovaler Form umschließt, wurde um 330. v. Chr. erbaut und ist erstaunlich intakt. Man betritt die Zitadelle von Süden durch ein großes gewölbtes Tor. Eine kufische Inschrift aus der Mongolen-Zeit weist auf die damals durchgeführten Restaurierungen hin. Die unebene Oberfläche besteht aus den Ruinen vieler kleine Gebäude, die alle mehrfach erneuert oder erweitert wurden und in denen früher wohl Soldaten und Priester lebten.

Wenige Kilometer entfernt erhebt sich ein 110 m hoher Felskegel mit einem über 100 m tiefen Krater, der Zendan-e Soleimann (Gefängnis Salomons) genannt wird. Das sind vermutlich Überreste des ältesten erhaltenen Feuertempels aus der Meder-Zeit um 800 v. Chr.

Irans Weltkulture: Persepolis (Takht-e Jamshid)

Östlich der Hauptstraße nach Isfahan rund 50 km nordöstlich von Schiraz entfernt in der Ebene von Marv Dasht am Fuß des Kuh-e Rahmat (Berg der Barmherzigkeit), liegt die wohl eindrucksvollste historische Stätte Irans, die altpersisch Parsa hieß. Weltweit bekannt wurde sie unter ihrem griechischen Namen Persepolis, die “Stadt der Perser“.

Zur Besichtigung der großflächigen Palastanlage sollte man mindestens einen halben Tag einplanen. Insbesondere im Sommer empfiehlt es sich, die Achämenidenresidenz frühmorgens oder am späten Nachmittag zu besuchen, da es mittags sehr heiß wird und die Ruinen nur wenig Schatten spenden.

Das weltberühmte Persepolis war die Hauptstadt der Achämeniden und ist eine der großartigsten Ruinenstätten der Welt. Diese Stadt wurde 50 Jahre vor der Akropolis in Athen errichtet. Sie hat mit ihren großen Wissenschaftlern und den Tausenden von Büchern, die vor der Vernichtung durch Alexander des Grossen ins Griechische übersetzt wurden, die westliche Kultur und Zivilisation wesentlich beeinflusst. Obwohl Persepolis fast zur gleichen Zeit wie die griechische Akropolis entstand, lassen sich keine Ähnlichkeiten im Stil feststellen.

Persepolis diente nicht nur als administratives Zentrum, sondern auch zur Ausrichtung großer Feierlichkeiten und Empfänge möglicherweise auch während des Neujahrfestes Nouruz, dem wichtigsten Fest des achämenidischen Kalenders.

Manche Forscher sind zudem der Ansicht, dass der Palastkomplex einst das zeremonielle Zentrum einer weit größeren Metropole darstellte, die außerhalb der Befestigungsmauern noch auf ihre Entdeckung wartet. Dank der Inschriften sowie der goldenen und silbernen Gründungsurkunden, die man im Fundament des Apadana gefunden hat, ist die Chronologie der 60 Jahre währenden Bautätigkeiten bekannt.

Darios I. (521-485 v. Chr.) ließ als Fundament der Tempel und Paläste eine gewaltige Steinterrasse, den großen Stiegenaufgang, die Halle der hundert Säulen, die Apadana (Empfangshalle) sowie zwei kleinere Paläste erbauen.

Xerxes I. (485-465 v.Chr), Sohn des Darios, ließ weitere Paläste und schöne Eingansportale errichten.

Artaxerxes I. (465-424 v. Chr.) vollendete die Halle der hundert Säulen.

Xerxes II., der nur sehr kurze Zeit regierte, und Darios II. (424-404 v. Chr.) nahmen keine Erweiterungen vor. Artaxerxes II. (404-358 v. Chr.) ließ nördlich der Stadt sein Grab in den Felsen meißeln.

Artaxerxes III. (358-337 v. Chr.) ließ sich ebenfalls ein Felsengrab errichten und einige größere Arbeiten im Westteil der Anlage vornehmen.

Darios III. (336-331 v. Chr.) errichtete ein unvollendet gebliebenes Mausoleum.

Im Jahr 330 v. Chr. stand nun die Armee Alexanders des Großen vor Persepolis. Obwohl sich die Königsstadt kampflos ergab, wurden ihre Schätze geplündert. Auch zerstörte ein Brand mehrere Teile der Anlage, darunter die Thronsäle und den Wohnpalast von Xerxes.

Ungewiss ist nach wie vor, ob der Brand auf Alexanders Befehl gelegt wurde- als Vergeltung für die Verwüstung Athens durch Xerxes 480 v. Chr.- oder durch Fahrlässigkeit infolge des rauschenden Siegesfestes entstand. Die Bewohner der Umgebung schrieben sie nun Jamshid, dem mystischen iranischen Urkönig zu, der auch in Ferdowsis Shahname besungen wird.

Noch heute heißt die Stätte auf Persisch Takht-e Jamshid, “Thron des Jamshid“. Aufgrund der noch heute erhaltenen stehenden Säulen wurde Persepolis von muslimischen Historikern auch die “Moschee der vierzig Minarette“ (Masjed-e Chehel Manar) genannt.

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