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Die Iranier

Die Völkergruppe der Iranier siedelt besonders im Hochland von Iran. Zu den Nordiraniern zählen die Saken, Skythen und die sarmatischen Stämme (Roxolanen, Alanen (Osseten), Iazygen u.a.). Ostiranier sind Parther, Baktrer, Sogdier, Arachosier. Westiranier sind die antiken Meder, die Perser, Afghanen, Tadschiken, Kurden, Belutschen. Ihnen gemeinsam sind Sprachen der indogermanischen Sprachenfamilie.

Im Altertum umfasste das Reich der Iraner, das „Land der Arier, der Reinen” neben dem heutigen Staatsgebiet auch das westliche Pakistan, Afghanistan und Turkestan. In dieses Gebiet drangen gegen Ende des 2. Jahrtausends v. indogermanische Völker ein, die Indoiraner oder Arier. Während Teile dieser Völker weiter nach Indien zogen, besiedelten die übrigen das iranische Hochland, darunter die Meder, die Parther und die Chorasmier.

Ab etwa dem 7. Jahrhundert v. bildeten sich Staaten heraus. Das Land der Meder wurde anfangs von den Assyrern beherrscht, konnte aber 612 unter Kyaxares im Bündnis mit Babylon die Herrschaft abstreifen und seinerseits die assyrische Stadt Ninive erobern und den Nordteil Assurs unter seine Herrschaft bringen.

Dieses Reich konnten die berittenen Truppen des Persers Kyros einehmen, dazu das reiche Lyderreich des Kroisus und Babylon mit seinen Provinzen. Weitere Eroberungen im Osten begründeten die Herrschaft der Achämeniden. Die Könige Kambyses und Darius I. (522-486), der dem Reich eine Verfassung gab, setzten diese Politik fort, bis sich das Reich von Ägypten bis Indien erstreckte und das größte Weltreich des Altertums war, das auch das römische Reich übertraf, auch wenn der Versuch der Eroberung Griechenlands unter Xerxes (486-465), den die Bibel Ahasveros nennt, scheiterte.

Die kultische Hauptstadt war Persepolis, Hauptstadt der Reichsverwaltung Susa. Die Umgangssprache des Perserreiches war das Aramäische, das auch der Jesus des Christentums gesprochen haben soll.

Ungeachtet der Eroberungspolitik steht das Perserreich im Ruf außergewöhnlicher religiöser und kultureller Toleranz gegenüber den eroberten Völkern. Davon berichtet z.B. die Bibel, wenn geschildert wird, daß der Perserkönig den Israeliten den Ausgang aus der babylonischen Gefangenschaft erlaubte und beim Wiederaufbau des Tempels in Jerusalem mit finanziellen Mitteln half (Esra 1, u. 7,13-22).

Das Perserreich zerfiel nach gut 200 Jahren der Blüte, als Alexander d. Gr. seinen Eroberungszug unternahm (334-332). Alexanders Nachfolger, die Diadochen, herrschten über Teilreiche, den Iran beherrschten die Seleukiden, ehe parthische Heerführer (Arsakiden, 250 vor -226 nach) die Griechenherrschaft abstreifen und ein neues Reich gründen konnten.

Der Staat Iran

Seit 1935 heißt dieser Staat Iran und ist seit dem Sturz des Schahs ein muslimischer Gottesstaat. Wichtige Religionen neben dem schiitischen Islam sind als anerkannte Minderheiten Christen und Parsen, die heutigen Anhänger des Zoroaster (Zarathustra). Der ist der berühmteste Religionsstifter des antiken Iran.

Die antike iranische Religion bestand vornehmlich aus der Verehrung zweier Klassen von Göttern, den Daevas, die für kriegerisch galten und die Ahuras, den Garanten gesellschaftlicher Konstitution. Bestandteile des Kultes waren Opferungen von Stieren, im Besonderen deren Blut, sowie der berauschende Hauma-Saft.

Gegen diese orgiastischen Kulte wandte sich Zoroaster (~6. Jh. v., nach anderen viel früher), der eine streng dualistische Welt mit dem guten Ahura Mazda und seinen Heiligen Unsterblichen Amesha Spentas einerseits und dem bösen Ahriman mit seinen Drugs andererseits predigte. Das Böse werde demnach dereinst vom Guten endgültig besiegt werden.

Eine iranische Priesterkaste, die Magi, von ihnen stammt der heute übliche Begriff Magier, wandte sich zunächst erbittert gegen die Lehre des Zoroaster ehe sie diese selbst übernahm und mit Praktiken der Zauberei und der entwickelten Astrologie der Chaldäer Babylons verband. Zum Beispiel wurde die Siebenzahl der Planeten als Anzahl der Amesha Spentas bestimmt.

Darin wird auch der Ursprung der sieben Erzengel und sieben Erzdämonen von Judentum und Christentum gesehen. Auch der Erlösungsgedanke erinnert an biblisches Gedankengut, das womöglich von den Persern herrührt. Die drei Weisen (Magoi) aus dem Morgenland aus der Geburtsgeschichte Jesu (Matthäus 2) sind wohl persischer Herkunft.

Ein anderer aus Persien stammender Kult ist der des Mithra, der besonders in römischer Zeit bis nach Mitteleuropa Verbreitung fand.

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