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Dareios I., der Große

Dareios I., der Große (um 558 bis 486 v. Chr.), König von Persien (522-486 v. Chr.), Sohn des Hystaspes aus einer Nebenlinie der Achaimeniden-Dynastie.

Nach dem Tod des persischen Großkönigs Kambyses II. 522 v. Chr. usurpierte der medische Magier Gaumata den persischen Thron; Gaumata hatte sich als Smerdis ausgegeben, als der angeblich noch lebende, tatsächlich aber bereits auf Betreiben des Kambyses ermordete jüngere Bruder des Kambyses. Im September 522 v. Chr. tötete Dareios zusammen mit anderen Verschwörern den Gaumata und bestieg selbst den persischen Thron.

Nach der Ermordung des Gaumata, der sich während seiner kurzen Herrschaft durch populäre Maßnahmen äußerst beliebt gemacht hatte, kam es im Perserreich zu mehreren gefährlichen Aufständen, so z. B. in Babylonien, in Medien, in Armenien und im Osten des Reiches; im Osten und Nordosten fielen sogar einige wichtige Regionen von Persien ab. Innerhalb weniger Jahre konnte Dareios die Aufstände niederschlagen, die abgefallenen Provinzen zurückgewinnen und seine Herrschaft im gesamten Perserreich festigen. Seine Taten bis zum Sieg über die Aufständischen ließ er in drei Sprachen in der so genannten Behistan-Inschrift verewigen.

Um 513 v. Chr. unterwarf Dareios das Indusgebiet; 513/512 v. Chr. unternahm er einen Zug über den Bosporus gegen die Skythen im Norden des Schwarzen Meeres, um die Nordgrenze seines Reiches zu sichern; der Feldzug gegen die Skythen scheiterte, dafür brachte Dareios Thrakien und Makedonien in seine Abhängigkeit. 500 v. Chr. erhoben sich die griechischen Städte in Kleinasien, die Kyros der Große dem Perserreich eingegliedert hatte, im Ionischen Aufstand gegen die persische Herrschaft. Der Aufstand, der von Milet ausging, war allerdings schlecht organisiert und wurde seitens des griechischen Mutterlandes nur von Athen und Eretria (auf Euböa) unterstützt. Durch den Seesieg der Perser bei Lade (vor Milet) und die Eroberung von Milet wurde der Aufstand 494 v. Chr. niedergeschlagen.

Sowohl um Athen und Eretria für ihr Eingreifen in Kleinasien zu bestrafen als auch zur Sicherung seiner Herrschaft über die kleinasiatischen Griechenstädte, für die er wohl eine Unterwerfung des griechischen Mutterlandes als unabdingbar ansah, plante Dareios nun einen Zug gegen Griechenland. 492 v. Chr. überschritten die Perser unter Mardonios, dem Schwiegersohn des Dareios, den Bosporus, um entlang der ägäischen Nord- und Westküste zu Lande und zur See wahrscheinlich bis nach Athen vorzustoßen. Dieser erste Perserkrieg war jedoch bald gescheitert: Thrakische Stämme fügten dem Landheer schwere Verluste zu, und die Flotte wurde beim Berg Athos durch einen Sturm zum Teil vernichtet; die persische Herrschaft in Thrakien konnte jedoch gefestigt werden.

490 v. Chr. schickte Dareios direkt über die Ägäis eine weitere Strafexpedition aus, diesmal unter dem Oberbefehl des medischen Feldherrn Datis und des Artaphernes, eines Neffen des Dareios. Die Perser nahmen Eretria, wurden dann aber bei Marathon von den Athenern geschlagen und mussten sich zurückziehen. Dareios rüstete nun für einen dritten Zug gegen Griechenland, wurde in seinen Vorbereitungen jedoch durch einen Aufstand in Ägypten unterbrochen. Dareios starb 486 v. Chr. kurz vor seinem Zug gegen die aufständischen Ägypter. Sein Nachfolger im Perserreich wurde sein Sohn Xerxes.

Die bedeutendste Leistung des Dareios war die Neuorganisation der Verwaltung in seinem riesigen Reich, die im Wesentlichen in den Jahren zwischen der Niederschlagung der Aufstände in der Anfangphase seiner Herrschaft und dem Skythenzug vorgenommen wurde. 517 v. Chr. teilte er das Reich in 20 Satrapien mit je einem Satrapen an der Spitze ein und förderte durch eine strenge Kontrolle der Satrapen die Zentralisierung des Reiches. Des Weiteren führte er regelmäßig zu erbringende, genau festgelegte Jahressteuern ein, richtete zur Nachrichtenübermittlung und Überwachung ein Kuriersystem ein und ließ im Zusammenhang damit Straßen bis in die entferntesten Provinzen bauen. Außerdem schuf er eine einheitliche Währung und nahm wohl auch eine Heeresreform vor. Ein Großteil der Verwaltungsstrukturen wurde noch 200 Jahre später von den hellenistischen Nachfolgestaaten übernommen.

Wie bereits Kyros der Große bewies auch Dareios überaus große Toleranz gegenüber den unterworfenen und in das Reich eingegliederten Völkern, besonders gegenüber deren Religionen, und erwarb sich dadurch sowie durch seinen ausgeprägten Gerechtigkeitssinn hohen Respekt und großes Vertrauen bei weiten Teilen der Bevölkerung. Unter Dareios erlebte das Perserreich auch eine Zeit der kulturellen Blüte; die prächtigen Paläste in Persepolis, Susa und Ekbatana (dem heutigen Hamadan) wurden von Dareios erbaut.

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